|

Foto: Michael Jaspers
Aachen. Es war eine wahrhaft gute – und im nachhinein sehr erfolgreiche – Idee, die Alwin Fiebus in der vergangenen Karnevalssession entwickelte. Er ließ den „Kinder-Orden" produzieren und verkaufte diesen die gesamte Session über an große und kleine Jecke. Und er stellte dies in den Dienst der guten Sache: So konnte er jetzt den stolzen – und ein wenig närrisch aufgerundeten – Betrag von 15555,55 Euro an den Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not" übergeben.
„Ich habe als Karnevalsprinz viel Spaß gehabt, und da war es wunderschön, den Kinder-Orden für eine gute Sache zu verkaufen„, sagte Alwin Fiebus bei der symbolischen Scheckübergabe. 4000 Orden haben er und seine Mannen verkauft, und es hätten sogar mehr sein können, allein, es gab sie am Ende der Session nicht mehr. Doch der Ex-Prinz hatte noch eine weitere Überraschung parat: „Ich habe mit dem künftigen Prinzen Rainer Cohnen abgesprochen, dass er ebenfalls den Kinder-Orden in der nächsten Session verkauft. Die Aktion sollte eigentlich immer weiter fortgeführt werden", verkündete Alwin Fiebus.
Noch einmal aufgerundet
Ein Dankeschön für die üppige Spende, die ein unbekannter Spender spontan noch auf 16 000 Euro heraufsetzte, kam von Albrecht Peltzer, 2. Vorsitzender des Vereins: „Es gibt viele Kinder in Not. Und dank großzügiger Spenden wie dieser können wir wieder schnell und unbürokratisch helfen„.
Der Hilfsfonds „Nele und Hanns Bittmann„ wurde im September 2006 gegründet. Er geht aus den „Jonge vajjen Beverau" hervor, die der Prinz von 2001, Hanns Bittmann, gegründet hatte. Ihre gesamten Erlöse spendeten die „Jonge" dem AZ-Hilfswerk „Menschen helfen Menschen". Der Unfalltod von Hanns und Nele Bittmann im April 2006 und das Schicksal ihrer Kinder, die den Unfall körperlich unversehrt überstanden, war Anlass,„ den Hilfsfonds zu gründen. Ziel des Vereins ist es, unverschuldet in Not geratene Kinder zu unterstützen. Er leistet Anschubhilfe bei kurzfristiger Bedürftigkeit, zur Aufrechterhaltung von Lebensqualität sowie zur Teilnahme an Bildung, Sport und kulturellem Leben. Er tritt da in Aktion, wo institutionalisierte Förderung nicht greift. So wurden im vergangenen Jahr mehr als 900 Kinder mit einem Gesamtbetrag von rund 50000 Euro gefördert .

Foto: Bernd Schröter
Auch 2010 bot Christian Mourad als Veranstalter der Kurpark Classix wieder ein Familienfrühstück vor dem Konzert „Classix for Kids“ im Lenné-Pavillon an. Vom Ergebnis des letzten Jahres angespornt, sollten auch in diesem Jahr die Einnahmen wieder dem Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen “Nele und Hanns Bittmann e. V.” zugute kommen.
Mit 3000 € wurde das Ergebnis von 2009 noch übertroffen. 2000 € kamen aus den Erlösen des Familienfrühstücks und einer privaten Spende zusammen, 1000 € sattelte NetAachen noch drauf.
So können in diesem Jahr wieder zwei musikalische Projekte entscheidend mitfinanziert werden:
Das erste Projekt ist die KITA Weißwasserstraße. Die Situation der Familien in Rothe-Erde ist häufig geprägt von Armut und Arbeitslosigkeit. Daher war es der KITA-Leitung ein wichtiges Anliegen, ihren 32 Kindern über musikalische Früherziehung durch eine ausgebildete Musik- und Kunstpädagogin einen wichtigen Baustein für ihr weiteres Leben mitzugeben. Den Kindern sind in diesem Viertel Freizeitaktivitäten wie Musik- oder Ballettunterricht usw. meistens fremd. Die Mittel kamen bisher aus dem Projekt Soziale Stadt und laufen leider aus. Um allen bedürftigen Kindern der Einrichtung für das aktuelle Kindergartenjahr weiterhin diese musikalische Früherziehung zu ermöglichen, kommt die Spende der Kurpark Classix wie gerufen.
Das zweite Projekt ist auch 2010 die Streicherklasse an der Gemeinschaftsgrundschule Schönforst. Am Vormittag des Familienfrühstücks musizierten über 30 Kinder und ernteten reichlich Applaus des Publikums.

Die Teilnahme am Streicherklassenunterricht steht allen Kindern der dortigen Klassen 2 bis 4 offen. Sie erhalten zweimal wöchentlich je eine Stunde Unterricht auf ihrem Streichinstrument. Die Kinder nehmen mit großer Begeisterung teil und lernen zum einen natürlich hinsichtlich ihrer Musikalität und des Spiels auf ihrem Instrument, - aber auch hinsichtlich der kognitiven und sozialen Fähigkeiten findet eine intensive Förderung statt. Besonders wichtig ist für die Kinder auch die Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Den bedürftigen Familien wird durch das Projekt der Zugang zu
kulturellen Angeboten eröffnet und die Zuversicht gestärkt, dass ihren Kindern doch noch Perspektiven offen stehen. Die Nele und Hanns Bittmann e. V. möchte die Streicherklasse weiterhin unterstützen und übernimmt die Kostenbeteiligung bedürftiger Familien.
zurück zum Seitenanfang
Super-Idee!

Andreas Schmitter hat uns als Fotograf geholfen. Dafür lieben Dank!
Wir finden, die Trikots sehen super aus. Tolle Werbung für eine gute Sache!
zurück zum Seitenanfang

Foto: Andreas Steindl
Beim Festakt mit Musik und Talk überreicht der Obermeister Georg Comouth (links) unserem Vorstandsmitglied Albrecht Peltzer einen Scheck über 1400 Euro für den guten Zweck. Der Betrag wurde gesammelt bei mehreren Aktionen innerhalb der letzten Monate.
Vöölmoels Merssi allen Sammlern und vor allem auch den großzügigen Spendern!!!!!
zurück zum Seitenanfang

Foto: Martin Ratajczak
Auch bei der 5. Auflage des Knipp & friends-Golfturniers im Club de Golf Mergelhof, nahmen wieder fast 100 Öcher teil. Und dabei wurde kräftig gesammelt. Das Ergebnis der Kollekte präsentierten Knipp-Wirt Franz-Dieter Ramrath (l.), Alemannia-Sportdirektor Erik Meijer (r.) und Pasta-Wirt Lothar Engels, der auch für die Beköstigung der Golfer bei der anschließenden Feier in der Traditionsgaststätte Am Knipp zuständig war. Engels ist auch Gründungsmitglied des Nele- und Hanns-Bittmann-Vereins, dem in diesem Jahr das Geld für notleidende Kinder in der Region zur Verfügung gestellt wird. In den Jahren zuvor wurden die Aachener Tafel und das Öcher Klenkes-Komitee mit den Erlösen aus dem Turnier bedacht.
zurück zum Seitenanfang

Foto: Martin Ratajczak
Kleine Verfehlungen der Elferräte und der beiden Geschäftsführer des Aachener Karnevalsvereins (AKV) machen Aachener Kinder glücklich, die sonst nicht viel Grund zur Freude haben. „Wir haben eine Strafkasse, die jedes Mal klingelt, wenn einer der Kollegen bei Treffen und offiziellen Anlässen fehlt, zu spät kommt oder nicht korrekt angezogen ist", erklärt AKV-Vizepräsident Norbert Königs. Den Erlös aus dem vergangenen Jahr, stolze 2618,10 Euro, übergaben Vereinsvertreter jetzt an den Verein „Nele und Hanns Bittmann", einem Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen. „Wir freuen uns über jeden Fluch und jeden Fehltag", meinte Frank Prömpeler, Schriftführer des Kinderhilfsfonds. „Man glaubt gar nicht, wie viele bedürftige Kinder es vor unserer Haustür gibt", betont Prömpeler. Nina Krüssmann für die Aachener Nachrichten
Bei unseren Freunden von Radio am Alex kann man zu dieser Scheckübergabe ein Podcast downloaden bzw. hören. Vöölmoels Merssi im Namen aller KINDER IN NOT.
zurück zum Seitenanfang

Foto: Andreas Schmitter
Kinder an Musik heranführen, sie umfassend und ganzheitlich musikalisch bilden, Freude am gemeinsamen Musizieren wecken, soziales Lernen und Integration fördern – das sind Ziele, die das Projekt "Streicherklasse" an der Grundschule Schönforst verfolgt. Seit zwei Jahren bietet die städtische Gemeinschaftsgrundschule diesen besonderen Unterricht an. Kinder des zweiten und dritten Schuljahrs erhalten die Möglichkeit, ein Streichinstrument zu erlernen. Umgesetzt wird das Ganze in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Aachen.
Ein großer Teil der Kinder stammt aus sozial schwachen Familien. Für sie bleibt der Wunsch, ein Instrument zu erlernen, meist unerfüllt. Viele Eltern haben selbst keinen Zugang zu kulturellen Angeboten. Die Vermittlung von Musik bleibt dann Aufgabe der Schule. Zweimal wöchentlich werden die kleinen Streicher je eine Stunde in Gruppen unterrichtet. Das freiwillige Projekt stößt bei den Kindern auf große Begeisterung. Nicht nur das selbstständige Musizieren bereitet ihnen Spaß. Auch musiktheoretische Kenntnisse werden mit den Streichinstrumenten spielerisch vermittelt.
Aber nicht alle Eltern können sich den Eigenanteil an diesem Projekt leisten. Die Schule ist also auf Spenden angewiesen. Auf Vermittlung des "Vereins zur Förderung der Kinder und Jugendlichen in Rothe Erde" ist der Verein "Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not" jetzt für die bedürftigen Familien eingesprungen und finanziert die Kosten mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro.
Das Geld wurde dem Hilfsfonds im vergangenen Jahr von Seiten der "Kurpark Classix" mit der Bitte gestiftet, damit kulturelle Arbeit für Kinder zu fördern. Bei einem Unterrichtsbesuch in der Grundschule Schönforst konnten sich jetzt Dr. Wolfgang Herff (1. Vorsitzender des Vereins "Hanns und Nele Bittmann"), Albrecht Peltzer (Leiter der AZ-Lokalredaktion Aachen und 2. Vorsitzender) sowie Meinolf Bauschulte (Schatzmeister) ein Bild davon machen, dass mit diesen Spenden der richtige Ton getroffen worden ist.
zurück zum Seitenanfang
Aachener Tafel tauscht sich in einer Gesprächsrunde mit Lehrern und Erziehern über eine Verbesserung der Einschulungsaktion aus
von Annika Kasties / Aachener Zeitung 23.03.2009
Aachen. Es muss ja nicht immer der teure Rucksack sein, den alle anderen haben und der zur Zeit so angesagt ist. Auch nicht der ausgefallene Schönschreibfüller. Doch wenn es Eltern nicht möglich ist, ihren Kindern zum Schulstart Hefte und Stifte zu kaufen, weil das Geld zu knapp ist, muss Abhilfe her.
Mit ihrer Einschulungsaktion versucht die Aachener Tafel seit zwei Jahren, Eltern und Kinder zum Schulstart bei den benötigten Materialien zu unterstützen. Um noch zielgerichteter helfen zu können, traf sie sich anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums erstmals in einer großen Gesprächsrunde mit Vertretern von Kindertagesstätten und Schulen. Und tauschte sich mit den Fachleuten vor Ort aus, wie die Aktion am besten weiterentwickelt werden sollte. 22 Schulen und Kitas folgten dem Ruf von Jutta Schlockermann, Vorsitzende der Aachener Tafel, und teilten ihre Erfahrungen und Anregungen mit Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Wolfgang Herff, Vorsitzender des Vereins Nele und Hanns Bittmann. Auf der Tagesordnung standen der Bedarf an Schulmaterialien und die Versorgung mit Lebensmitteln. Gerade letzteres Thema brachte Erkenntnisse zu Tage, die Schlockermann schockierten. Nicht nur fehle es Schulen an so grundsätzlichen Materialien wie Linealen, auch seien vielerorts Schulleiter und Lehrer damit beschäftigt, Gelder aufzutreiben, um ihren Schülern eine warme Mahlzeit am Tag zu ermöglichen.
Ein Umstand, den Bürgermeisterin Scheidt nicht auf den Rücken der Lehrer und Erzieher sitzen lassen will. „Die Arbeitszeit muss beim Kind sein. Es ist nicht die Aufgabe von Schulen und Kitas, Spenden zu sammeln.„ Eine Kindergelderhöhung würde in dieser Hinsicht sehr helfen, glaubt die OB-Kandidatin der Grünen, die eine bundesweite Lösung fordert, die sich vom konservativen Ansatz abwendet, dass Kindern ihr Mittagessen zu Hause von der Mutter zubereitet werde. „Das ist keine Realität mehr.„
Die Aufgabe der Politik sei, für eine schnelle und zudem unbürokratische Hilfe für bedürftige Kinder zu sorgen. Kein Kind oder Elternteil soll sich öffentlich dazu bekennen müssen, Versorgung zu beanspruchen. Dafür müsse auf Stiftungs-, Bürgerschafts-, und politischer Ebene gearbeitet werden. An ein Zurücklehnen in baldiger Zukunft ist nicht zu denken. Im Gegenteil. Infolge der Finanzkrise werde die Situation noch schlimmer werden, prophezeit Hilde Scheidt und betont die Notwendigkeit eines Bündnisses, um Aachener Kinder in diesen Zeiten aufzufangen. Eine Konkurrenz zwischen Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen dürfe dabei jedoch nicht entstehen.
Die Verantwortung, ein entsprechendes Budget zu verwalten, soll bei Kitas und Schulen liegen. „Als Geldgeber ist es ein gutes Gefühl, dass mit dem Geld verantwortungsvoll umgegangen wird„, sagte Herff. Seine Stiftung ist bereits mit rund 12 000 Euro an der Aktion beteiligt, die dank des Engagements der Lehrer und Erzieher zum kommenden Schuljahr hoffentlich noch besser Aachener Kindern helfen kann.
zurück zum Seitenanfang
Für den kommunalen IT-Dienstleister regio iT aachen ist es fast schon Tradition: Bereits im vierten Jahr unterstützt das Unternehmen mit den Einnahmen aus den jährlichen Verkäufen ausgemusterter Hardware an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des E.V.A.-Konzerns gemeinnützige Vereine in der Region.
Die Erlöse aus 2007 spendet die regio iT zu gleichen Teilen - jeweils 5.000 Euro - an den Schulbuchfonds des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“ und das AZ-Projekt „Aachener Kindern den Tisch decken“.
Der Schulbuchfonds, der von Stadt Aachen und dem Verein getragen wird, möchte die Bildung und somit die Zukunft bedürftiger Kinder sichern. Während Nele und Hanns Bittmann e.V. die finanziellen Mittel stellt, übernimmt die Stadt die Abwicklung mit den Aachener Schulen. Und dies ganz unkompliziert: Betroffene können sich ganz einfach an die jeweilige Schulleitung wenden. Und damit niemand aufgrund seiner sozialen Problemlage stigmatisiert wird, werden die Namen nicht weitergegeben.
Das Hilfsprojekt, das die Aachener Zeitung anlässlich ihres 60. Geburtstags ins Leben gerufen hat, richtet sich gegen ein ganz anderes Versorgungsdefizit von Kindern und Jugendlichen. So soll in absehbarer Zeit in Aachen kein Kind ohne Frühstück in den Unterricht und ohne warme Mahlzeit aus dem Ganztagsunterricht gehen müssen. Die Abwicklung erfolgt über den bei der AZ angesiedelten Verein „Menschen helfen Menschen“, Kooperationspartner von „Aachener Kindern den Tisch decken“ ist die „Wabe“. Über deren Kochprojekt werden nicht nur die Mahlzeiten an die teilnehmenden Einrichtungen geliefert, sondern gleichermaßen auch Menschen für den Arbeitsmarkt qualifiziert.
zurück zum Seitenanfang
|