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Neuigkeiten

Lennet Kann mit viel Liebe geehrt

Erste Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen zugunsten KINDER IN NOT lockt 500 Zuschauer


Foto: Martin Ratajzak

Aachen. Wie ein Magnet zog der Name Lennet Kann 500 Besucher zur ersten Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen in die Kurparkterrassen. Zu Ehren des Öcher Originals, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährte, hatte sich der junge Verein eingeladen. Zugleich wurde daraus nach einer Idee von Renate Joußen eine Charityveranstaltung. So konnten dem Nele und Hanns Bittmann-Verein 3000 Euro übergeben werden – der Erlös aus dem Verkauf von 551 Lennet-Printen.

„In freundschaftlicher Zusammenarbeit mit der Bäckerei Moss hat der Theater- und Konzertverein die von Frank Prömpeler 2014 künstlerisch gestaltete Lennet-Printe zum Anlass genommen, Aachener Kinder in Not zu unterstützen“, sagte die Vereinsvorsitzende Heike Vogt. Schon im Oktober 2015 und im Februar 2016 hat der Theaterverein je vier ausverkaufte Vorstellungen von „Lennet Kann, das Musical“ aufgeführt. 3400 Zuschauer sahen dieses Lebenswerk von Kurt Joußen, die Nachfrage bestand weiterhin. Der vor zehn Jahren gegründete Nele und Hanns Bittmann Verein hat in diesem Zeitraum 20 000 Kinder unterstützen können. 200 Kinder besuchten auch die Musicalaufführungen.

Interessiert verfolgten die Besucher der Matinee das „Plädoyer für einen Überlebenskünstler“, in dem die Aachener Journalistin Jutta Katsaitis-Schmitz ein ganz anderes Lebensbild des beliebtesten Aachener Originals dokumentierte. Sie zeichnete darin das sagenumwobene und anekdotenreiche Leben des Lennet Kann auf, der durchaus ein Spaßvogel, Unterhalter und durchweg geselliger Typ war. „Er war schlichtweg ein Überlebenskünstler – zwar arm wie eine Kirchenmaus, blieb ihm Arbeit dennoch fremd! Doch er arrangierte sich mit seinem Leben, war wegen seiner Wesensart ein stadtbekanntes Unikum“, sagte sie.

Rätsel um das Geburtsdatum

Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, sein Geburtsdatum exakt zu ermitteln. Allein durch seine standesamtliche Sterbeurkunde ist belegt, dass der „gewerbslose Leonhard Kahn, katholischer Religion , ledig, wohnhaft in Aachen, Peterstraße 126, am 5. Januar 1916, nachmittags um zwölfeinhalb Uhr, im Alter von 72 Jahren im Aachener Elisabethkrankenhaus verstorben ist“. Sollte Lennet gar als Waisen- oder Findelkind in der Familie Kahn aufgewachsen sein? So soll seine Mutter ihm zum Betteln über die Kinderjahre hinaus die Beine nach hinten weggebunden haben. Eine Erklärung für die spindeldürren Beine, in denen sich später keine Waden mehr entwickeln konnten. Niemand wird eine schulische Ausbildung bei ihm erwarten, doch die Kinder, die ihn hänselten, ließen ihn auch ihre Schularbeiten machen, für die sie sogar gute Noten erhielten – soweit Katsaitis-Schmitz‘ Schilderungen.

Lennets Lieblingsplätzchen waren demnach die Lütticher Straße und der Osterweg. An der Unterführung nach Ronheide verbrachte er die letzten Stunden seines Lebens. Es war eine eisige Januarnacht. Steif gefroren, konnte ihm im Elisabethkrankenhaus nicht mehr geholfen werden.

Zum Programmablauf der Matinee gehörte auch eine Biografie in Öcher Platt aus der Feder des Chronisten Piedbeuf (1893 – 1950). Vorgetragen und mit viel Beifall bedacht wurde sie von Markus Krings, Thouet-Preisträger 2016. Ulli Havermann und „fünf Jonge“ vertraten die singende Zunft, wie auch Kurt Joußen, der von den grazilen Tänzerinnen der Ballettschule Brigitte Erdweg bei seinem Potpourri der Öcher Leddchere umtanzt wurde. Lothar Engels „rockte die Bühne“ mit dem Kinderchor von St. Katharina Forst.

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Singende Hilfe für Kinder in Not

Engagement der „Kenger vajjen Beverau“ bringt wieder 3500 Euro für den Hilfsfonds „Nele und Hanns Bittmann“. Die Domsingschüler absolvieren zum Leidwesen vieler Veranstalter „nur“ 25 Auftritte.

Kenger vajjen Beverau
Foto: Michael Jaspers (vom "Festival der Öcher Lieder")

Auch in der vergangenen Session waren wieder rund 50 Kinder der Domsingschule unterwegs, um in der Tradition der früheren „Jonge vajjen Beverau“ zugunsten des Vereins „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ nicht nur ordentlich Geld „einzusingen“ – es kamen stolze 3500 Euro an Spenden zusammen –, sondern auch jede Menge Spaß zu verbreiten. Wo sie auftauchten, waren lachende Mienen im Publikum garantiert. Dabei war den „Kenger“ wichtig, auch dort aufzutreten, wo kein Geld für Auftritte gezahlt werden kann.

„Immer 100 Prozent“

Da die Jungen und Mädchen als Domsingschüler neben den schulischen auch andere gesangliche Verpflichtungen haben, konnten sie zum Leidwesen vieler Veranstalter „nur“ rund 25 Auftritte wahrnehmen. „Aber dort haben sie wie bisher auch immer 100 Prozent gegeben“, können die „Organisatoren“ Heinz-Ludwig Klöser und Norbert Strauch versichern. Dr. Wolfgang Herff, 1. Vorsitzender des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“: „Vor diesem Engagement sollte jeder den Hut ziehen. Wer könnte sich eine schönere Werbung für unseren Verein und seine Ziele vorstellen. Wir möchten uns aber nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei all denen bedanken, die dieses Engagement möglich machen; vor allen Dingen auch bei den Eltern, die diesen Einsatz in der Freizeit maßgeblich unterstützen.“ Für die kommende Session ist zusätzlich zu den Auftritten eine CD zugunsten des Hilfsfonds geplant. Wer dieses Projekt unterstützen möchte und/oder an Auftritten der „Kenger vajjen Beverau“ interessiert ist, kann sich an Heinz-Ludwig Klöser (Tel. 0241/64240) und Norbert Strauch (Tel. 0172/3582056, E-Mail: strauch.n@web.de) wenden. (red AZ 18.03.2016)

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Hilfsbereit - die Oecher Troubadoure

Troubadoure

Sie sind Öcher mit Leib und Seele, und sie haben ein großes Herz für Kinder in Not. Beides haben die Oecher Troubadoure in der vergangenen Session bei vielen Auftritten unter Beweis gestellt. Der 2013 gegründete Männergesangsverein hat fleißig Spenden gesammelt und den kompletten Erlös der Session in Höhe von 1500 Euro dem Verein "Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen" gespendet. "Es war eine kurze, stressige Session", bilanzierte jetzt der 1. Vorsitzende Jochen Hamacher. "Aber es hat riesigen Spaß gemacht." Hits der Troubadoure wie die mit Disko-Beat aufgepeppte "Rosamunde" oder "Aachen, Du schönste Stadt" kamen bestens an. Die zehn Sänger freuen sich schon auf die nächste Session. Dort wird gesungen und gefeiert – und wieder notleidender Kinder gedacht!

Unser Bild zeigt von links: Rolf Gragert, Jochen Hamacher, Albrecht Peltzer (2. Vorsitzender "Nele und Hanns Bittmann"), Helmut Klinkenberg und Markus Cremers. Foto: Michael Jaspers

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Soziales Engagement der Erholungs-Damen

Erholungsgesellschaft

Der Erlös des von den Damen der Erholungsgesellschaft veranstalteten Weihnachtsbasars in Höhe von 7040 Euro konnte jetzt übergeben werden. Hierzu waren Vertreter der drei Einrichtungen eingeladen worden, um die symbolischen Schecks entgegenzunehmen und bei dieser Gelegenheit auch den von ihnen repräsentierten Verein vorzustellen. Über Spenden freuen durften sich der Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“, vertreten durch den zweiten Vorsitzenden Albrecht Peltzer und Wolfgang Seibert, das Frauen- und- Kinderschutzhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen, vertreten durch Dagmar Freund und Külya Gökgöz, sowie der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, vertreten durch Natalie Weber und Andreas Petzold.

Foto: Wolfgang Friedrich

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Nachwuchs auf hohem Niveau
Großes Weihnachtskonzert der Musikhochschule. Erlös von 1200 Euro geht an den Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not“.

Musikhochschule
Machten den Auftakt zum Weihnachtskonzert der Musikhochschule zugunsten des Vereins Nele und Hanns Bittmann:
die Gitarristen Maurice Görtz und Farsan Rahvari. Foto: Andreas Steindl

Aachener Zeitung

Zum zweiten Mal stellte die Musikhochschule ihr Weihnachtskonzert in den Dienst der guten Sache. Der gesamte Spendenerlös von gut 1200 Euro kommt dem Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ zugute. Und Professor Herbert Görtz, Geschäftsführender Direktor der Musikhochschule, versicherte, dass diese Tradition mehr als nur zwei Ausgaben haben wird.

Eine liebgewonnene Tradition: Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Aachen singen und spielen immer am 2. Advent Musik zur Weihnachtszeit und laden im Anschluss zu Glühwein und Dominosteinen ins Foyer der Hochschule am Theaterplatz 16. Am 2. Advent vergangenen Jahres war etwas anders: Erstmals wurde das Konzert einem guten Zweck gewidmet. Alle Spenden kamen dem Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ zugute.

„Die Weihnachtsfeier der Hochschule ist doch ein schöner Anlass, Kindern zu helfen“, sagte Professor Hans-Werner Huppertz, der mit seiner Kollegin Professorin Claudia Kunz-Eisenlohr die Federführung bei dem Konzert hatte, damals.

Dass die Studierenden und Lehrenden sich in den Dienst des Hilfsfonds stellen, ist auch der Tatsache geschuldet, dass der Verein „Nele und Hanns Bittmann“ einen Schwerpunkt seiner Hilfe dem musischen Bereich widmet. Die Teilhabe an Kultur, das aktive Musizieren dürfe nicht vom finanziellen Budget der Eltern abhängen, sagt der Vereinsvorstand. Und so sind in der Vergangenheit zahlreiche Musikprojekte zum Beispiel an Grundschulen finanziell gefördert worden. Da, wo Eltern Beiträge für Kurse oder zur Anschaffung von Instrumenten nicht aufbringen konnten, leistete der Verein seinen Beitrag. Auch Theaterbesuche werden ermöglicht.

Hervorragende Talente

Dass die Musikhochschule einen exzellenten Ruf genießt, dass dort hervorragende Talente zu jungen Musikern ausgebildet werden, ist in Aachen bestens bekannt. Und wohl auch deshalb platzte der Konzertsaal am Theaterplatz aus den sprichwörtlichen Nähten. Einige Zuhörer fanden nur noch auf der Bühne Platz. Insgesamt rund 200 Freunde bester klassischer Musik lauschten den Darbietungen der jungen Künstler. Die hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil!

Am Piano begleitet

Professor Görtz, der am Piano einige Studenten begleitete, und Professor Hans-Werner Huppertz, der für das komplette Programm mit verantwortlich zeichnete, konnten stolz auf die verschiedenen Darbietungen der Studierenden sein. Das knapp eineinhalbstündige Programm gestalteten Maurice Görtz, Farsan Rahvari (Gitarre), Ceren Gülcelik (Gesang), Saori Nagasaka (Geige), David Agia (Cello), Lea Song (Piano), Charlotte Watzlawik (Gesang), Vendim Thaqi (Gitarre), Sophia Linden (Gesang), Tzu-Yun Lin, Cheng-hung Tsai (Geige), Rada Krivenko (Barockmandoline) sowie Daniella Sarabia (Gesang) und Martin Friese (Gitarre).

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Ein Gefühl, das man nur schenken kann
Strahlende Augen, staunende Blicke, riesige Freude: Verein „Nele und Hanns Bittmann“ ermöglicht Theatererlebnis für 830 Kinder

Theater
Staunende Blicke, riesige Vorfreude: Der Verein „Nele und Hanns Bittmann“ hat gestern 830 Kindern aus Kindergärten, Schulen und Betreuungseinrichtungen den Besuch des Kinderstücks „Der satanarchäolügeni-alkohöllische Wunschpunsch“ geschenkt – für viele von ihnen eine beeindruckende erste Begegnung mit dem Theater. Foto: Michael Jaspers

Von Katharina Redanz, Aachener Zeitung

Aachen. Hunderte Kinder mit strahlenden Augen sitzen bei schönstem Wetter vor dem Stadttheater: Gleich geht die Vorstellung des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ los. „Ich freue mich total“, sagt der siebenjährige Kurt von der Grundschule Passstraße, „mit den ganzen Tieren und der Hexe hört sich das so spannend an.“ „Außerdem haben wir heute keine Hausaufgaben aufbekommen“, ergänzt seine Klassenkameradin Rebekka und lacht.

An diesem Montag hat der Verein „Nele und Hanns Bittmann“, der Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen, Kinder verschiedener Grundschulen, Kindergärten und Einrichtungen in das Theater Aachen eingeladen. Insgesamt knapp 830 Karten wurden an Kinder aus der Region verteilt, die normalerweise nicht so häufig oder gar nicht ins Theater gehen. So erhielten beispielsweise die OGS Bildchen, die KOT Driescher Hof und verschiedene Betreuungsvereine Karten.

Der Verein unterstützt und organisiert das ganze Jahr über verschiedenste Veranstaltungen für benachteiligte Kinder – so zum Beispiel auch eine Karnevalsfeier. Gerade der Besuch des Weihnachtsstücks im Stadttheater, der den Schulen und Einrichtungen bereits zum vierten Mal ermöglicht wird, liegt den Organisatoren aber am Herzen: „Die Not der Kinder ist vielschichtig“, erklärt Frank Prömpeler vom Verein „Nele und Hanns Bittmann“, „viele Eltern können sich keinen Theaterbesuch leisten.“ Insofern sei so eine Vorstellung für die Kinder etwas ganz Besonderes.

Der Erstklässler Can von der Schule am Rödgerbach beispielsweise ist zum ersten Mal im Theater: „Ich finde das sehr gut hier, und so groß.“ Er sitzt ganz unten im großen Saal, wenn er an die Decke blickt, vorbei an den Balkonen und oberen Rängen, kommt er aus dem Staunen nicht mehr raus. „Es ist toll, dass die Kinder diese Atmosphäre hier im Theater kennenlernen können“, sagt seine Lehrerin Regina Jörissen. „Als ich erzählt habe, dass wir ins Theater gehen, haben viele gefragt, welchen Film wir uns angucken“, erzählt sie weiter – für viele sei so ein echtes Theater unvorstellbar.

„Das hier ist für die Kinder alles andere als Alltag. Die Kinder sind ehrfürchtig, sind begeistert von den Räumlichkeiten und allein schon von den dicken Sitzpolstern.“ Umso mehr freue sich über die Möglichkeit, hier mit ihren Schülern hinzukommen, denn „anders, also durch die Eltern, hätten wir diese Möglichkeit auf keinen Fall.“

Das genau ist es, was Frank Prömpeler, Geschäftsführer des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“ und Organisator der Veranstaltung im Theater, erreichen möchte: Dass die Kinder etwas nicht Alltägliches erleben und glücklich sind. „Das Gefühl, das kann man nicht kaufen, das kann man nur schenken.“ Dafür sei es dem Verein auch wert, „Geld in die Hand zu nehmen“, so Prömpeler. Als er vor Beginn der Veranstaltung verkündet, dass es nachher für jeden ein Getränk und ein Weggemännchen, gespendet von der Firma Nobis Printen, gibt, ist der Jubel bei den Kindern groß. „Das macht schon Spaß, hier die großen, leuchtenden Kinderaugen zu sehen“, sagt er, „ein tolles Gefühl.“

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Spielzeug Geige, Bratsche, Cello
Die Streicherklasse an der Grundschule Hanbruch begeistert die Kleinen

Streicherklasse
Vielleicht Virtuosen von morgen: Die Kinder der Streicherklasse in der Grundschule Hanbruch haben
jedenfalls Spaß beim Musizieren. Foto: Kurt Bauer

Von Lale Dalz / Aachener Zeitung

Aachen. Es ist eine besondere Form des Musikunterrichts, die den 28 Jungen und Mädchen richtig Spaß macht: Seit diesem Schuljahr wird für die Zweitklässler der Grundschule Hanbruch eine Streicherklasse angeboten. Zweimal pro Woche nehmen die Kinder ihr Instrument in die Hand und üben gemeinsam, während ihre Klassenkameraden den herkömmlichen Musikunterricht besuchen. Dass das Erlernen eines Musikinstruments die Lernentwicklung der Kinder fördert, ist erwiesen – dank der kindgerechten Anleitung durch die Musikschule Aachen macht es den jungen Musikerinnen und Musikern aber auch richtig viel Spaß.

Los geht es mit Finger- und Rhythmusübungen: „Tap, Tap, Tap – geht der Rap!“, singen die Kinder gemeinsam mit Illa Tönnies und Johanna Schmidt von der Musikschule. Dann werden die Stützen an die Geigen und Bratschen geklemmt, und die Kinder üben gemeinsam den Umgang mit dem Instrument. Denn der ist gar nicht so unkompliziert.

Sponsoren gesucht

Aber die Kommandos „Finger in die Kuschelecke“ und „Keine Krawattengeige“ verstehen die Zweitklässlerinnen und Zweitklässler mittlerweile sofort: Der linke Daumen gehört unter das Griffbrett, und das Instrument darf nicht „herunterhängen“. So gehen die Schülerinnen und Schüler nach und nach immer souveräner mit den Instrumenten um. Beim Tag der offenen Tür hatten die Kinder bereits einen Auftritt und haben drei Stücke gezupft.

Die Instrumente dürfen demnächst sogar zum Üben mit nach Hause genommen werden. Im Dezember steht dann das Adventskonzert der Schule an. Zwei Jahre lang soll die Gruppe in dieser Konstellation gemeinsam lernen. „Den Kindern macht es richtig Spaß. Gerne würden wir den freiwilligen Streicher-Unterricht auch nächstes Jahr für die neuen Zweitklässlerinnen anbieten“, erklärt Schulleiterin Stefanie Krapp. „Das geht jedoch nur, wenn wir wieder Sponsoren dafür finden.“

In diesem Jahr haben der Verband Frau und Kultur sowie der Verein Nele und Hanns Bittmann geholfen, die Anschaffungskosten für die Instrumente sowie einen Teil der Gebühren für den Musikschulunterricht zu stemmen.

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Lennet-Kann-Printen für den guten Zweck

LKDM-Printe

Unter dem Motto: „Von Öchern für Öcher“ hatte die Bäckerei Moss Lennet-Printen hergestellt.
Von jeder verkauften Printe gingen fünf Euro an unseren Verein.
Auf diese Weise kamen über 2000 EUR zusammen!
Super !!!

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Aachens Grundelement hilft den Kindern

Marga Meier hat mit Gastautoren Kalender zum Thema Wasser gestaltet.
Schon 7000 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Wasserkalender
Wasserkalender für den guten Zweck: Das freut (v.l.) OB Marcel Philipp, Kerstin Lünenschloss,
Marga Meier und Wolfgang Herff. - Foto: Andreas Schmitter

Von David Grzeschik / Aachener Zeitung

Aachen. Die heißen Quellen waren es einst, die Aachen für Karl den Großen interessant machten. Wasser zeichnet auch das neue Projekt von Marga Meier aus. In einem Kalender beschäftigt sich die Fotografin mit Aachen als „Stadt des Wassers“. Der Kalender ist für das Jahr 2016 gedacht und wird bereits seit Juni in Buchhandlungen und im Internet verkauft.

Erstmalig hatte sich Marga Meier im vergangenen Jahr um einen Kalender gekümmert. Dieser beschäftigte sich mit dem Karlsjahr – und stellte sich als voller Erfolg heraus. Der Erlös des Kalenders, eine Summe von 17 000 Euro, konnte damals für einen guten Zweck gespendet werden. „Deshalb kam mir die Idee, das Projekt noch einmal und nun mit dem wichtigen Thema Wasser aufzugreifen“, erklärt Meier und verweist auf die Bedeutung des Elements für Aachen.

Das Besondere am Kalender: An ihm haben zwölf Gastautoren ehrenamtlich mitgewirkt, die teils sogar beruflich mit Wasser zu tun haben. Insgesamt sind so zwölf Geschichten zusammengekommen, die von den Quellen bis zum heutigen Badewesen die Geologie, Geschichte, Industrie, Badekultur und Kunst rund ums Wasser in Aachen beleuchten.

„Sie führten mich an Orte in Aachen, die mir unbekannt waren und öffneten mir so viele neue Türen“, lobt Meier die Zusammenarbeit mit den Autoren, die ihr Wissen im Kalender mitteilen. Gestaltet hat den Kalender die Grafikerin Kerstin Lünenschloss, die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt Oberbürgermeister Marcel Philipp. Die Fotos hat dagegen alle Marga Meier selbst gemacht.

Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt wieder einem sozialen Projekt zugute – nämlich dem „Nele und Hanns Bittmann“-Hilfsfonds. Er unterstützt Kinder in Not. Speziell sollen mit dem Geld der Kalender-Erlöse Schwimmkurse für junge Flüchtlinge fortgesetzt werden. Sie laufen derzeit schon in der Elisabethhalle und werden für 22 Teilnehmer angeboten. „Viele der Kinder haben Angst, überhaupt ins Wasser zu gehen“, unterstreicht Dr. Wolfgang Herff, 1. Vorsitzender des Vereins, die Notwendigkeit des Projekts.

Schon 900 Stück verkauft

Mit einer ersten Zwischenbilanz zeigt sich Meier zumindest schon einmal zufrieden. „Seit Juni wurden knapp 900 Kalender verkauft, die uns 7000 Euro an Spenden eingebracht haben“, so die Fotografin. Sie wurden dem „Nele und Hanns Bittmann“-Verein nun offiziell überreicht. Meiers Ziel ist es aber, 1000 weitere Kalender zu verkaufen. „Um dann bis zum Jahresende auf 15000 Euro für den guten Zweck zu kommen“, fügt sie noch hinzu.

Der Kalender namens „Aachen 2016 – Stadt des Wassers“ ist in verschiedenen Buchhandlungen in der Innenstadt erhältlich und kostet 12,50 Euro. Pro verkauftem Kalender fließen acht Euro an den „Nele und Hanns Bittmann“-Hilfsfonds.

Die Kalender sind auch online zu erwerben unter www.wasserkalender.de.

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Der VFL05 hilft Kindern in Not

VFL Scheck
Foto: Kurt Bauer

Beim alljährlichen Jugendturnier des VfL 05 Anfang des Jahres kam eine schöne Summe zusammen, die in einer kleinen Feierstunde an Frank Prömpeler vom „Hanns und Nele Bittmann Hilfsfonds“ übergeben werden konnte. Vöölmoels Merssi allen, die dazu beigetragen haben!!!

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Stimmgewaltige Hilfe für Kinder in Not

Kenger 2015
Mit großer Begeisterung bei der Sache: die Kenger vajjen Beverau. Unterstützt werden sie unter anderem von Irma Wüller (3.v.r.), Leiterin der Domsingschule, und ihrem Stellvertreter Raphael Brümmer (r.). Die Koordination für den Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ übernehmen Heinz-Ludwig Klöser (l.) und Norbert Strauch (2.v.r.). Im Namen des Vereins dankte der 2. Vorsitzende Albrecht Peltzer (2.v.l.) allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Sie haben sich in die Herzen der Öcher gesungen. Und sie haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Ein Erfolgsmodell, das überall für Begeisterung sorgt – bei den Akteuren selbst und beim Publikum, das die Auftritte der Nachwuchssängerinnen und -sänger mit viel Applaus bedenkt. Es geht um die „Kenger vajjen Be verau“, die vor drei Jahren das närrische Erbe der „Jonge vajjen Be-verau“ angetreten haben.

In der abgelaufenen Session haben die Domsingschüler der Klassen drei und vier stolze 3200 Euro an Spenden für den Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not“ eingebracht: mit Auftritten unter anderem bei der närrischen Ratssitzung, bei der Börjerwehr, bei der Vorstellung der neuen Ordensritterin oder am Fettdonnerstag. Seit Gründung der „Kenger“ sind damit schon über 10000 Euro für Kinder in Not zusammengekommen.

Als die „Jonge vajjen Beverau“ seinerzeit ankündigten, sich aus dem aktiven Bühnenleben zurückzuziehen, stand die Frage im Raum, wie das Öcher Liedgut weiter gepflegt werden kann. Meinolf Bauschulte, Schatzmeister des Vereins Nele und Hanns Bittmann, dachte darüber nach, wie die Lücke, die durch die närrische Abdankung der „Jonge“ entstanden war, geschlossen werden konnte. Und er kam auf die Domsingschulkinder. „Die habe ich beim Auftritt während der AKV-Ordenssitzung gesehen, dabei haben die mich sofort überzeugt.“ Kurze Zeit später setzte er sich mit Schulleiterin Irma Wüller ins Benehmen und stieß auf offene Türen. Seitdem wird die Erfolgsgeschichte weiter geschrieben. Auch dank der Unterstützung der Schulleitung und vieler Eltern, die die Auftritte der „Kenger“ erst möglich machen. Auf Seiten des Vereins kümmern sich Heinz-Ludwig Klöser und Norbert Strauch um die Gastspiele. Sie sind Ansprechpartner für die Vereine und Verbände, die die „Kenger“ engagieren wollen. Was an Spenden hereinkommt, liegt im Ermessen der Veranstalter, aber die Bereitschaft, die gute Sache zu unterstützen, ist sehr groß, versichert Klöser. Bereits jetzt liegen Anfragen für die kommende Session vor. (red)

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Die Angst wird schnell besiegt

Schwimmkurse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Ein wichtiger Beitrag zur Integration.
Ein geschützter Raum in der Elisabethhalle.

Schwimmen_01
Unser Bild zeigt (v.l.n.r.): Karlheinz Welters (Fachbereich Sport), Kerstin Dittmann und Christine Weber („Aix-la-Sports“), Dr. Wolfgang Herff (1. Vorsitzender „Nele und Hanns Bittmann e.V.“) Petra Prömpler (Fachbereich Sport), Frank Prömpeler (Schriftführer „Nele und Hanns Bittmann e.V.“).

Schwimmen_02

Von Rauke Xenia Bornefeld - Aachener Zeitung

Aachen. Die beiden Jungs kennen den Weg. Sie grüßen freundlich die Mitarbeiterin an der Kasse der Elisabeth-Schwimmhalle und flitzen die Treppe des Jugendstilbades hinauf. Für den prächtigen Jugendstilbrunnen haben sie keinen Blick. Ihr Schwimmtraining fängt gleich an, und das wollen sie auf keinen Fall verpassen.

Sie heißen nicht Thomas oder Moritz, eher Omar oder Haile. Sie leben noch nicht lange in Deutschland, und der Weg dahin war für alle eine Frage des Überlebens. Sie gehören zu den rund 400 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in Aachen ein neues Zuhause in Sicherheit gefunden haben. Dazu gehören ein Dach überm Kopf und sozialpädagogische Betreuung, aber vor allem auch Bildung. Schwimmen ist Bildung.

Möglich wurden die vier Schwimmkurse für etwa 10 Mädchen und 30 Jungen durch ein Netzwerk aus dem Fachbereich Sport der Stadt, den Jugendhilfeträgern, die die Obhut der jugendlichen Flüchtlinge übernommen haben, dem neu gegründeten Schwimmverein „Aix-la-Sports“ und dem Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfe für Kinder in Not in der Region Aachen“. Der Verein übernimmt die Kosten der Kurse: 4260 Euro für vier Kurse in vier Stunden immer samstags zwischen Karneval und Herbstferien in der Elisabethhalle. Jeder Kursteilnehmer kann theoretisch 28 Mal kommen, um schwimmen zu lernen.

Doch tatsächlich kommen mehr in den Genuss, denn durch das Erreichen der Altersgrenze von 18 Jahren, ausreichende Schwimmkenntnisse und Selbstvertrauen für den normalen Badebetrieb oder schlicht andere Interessen werden immer wieder Plätze frei. Trotzdem ist der lange Zeitraum die richtige Methode: „Wir fragen die Jugendlichen nicht nach ihrer Geschichte, aber ihre Angst ist bei den ersten Malen spürbar“, erzählt Christine Weber, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Aix-la-Sports. Bedenkt man, wie viele Flüchtlinge den Weg in schrottreifen, überfüllten Booten übers Mittelmeer nach Europa wählen und wie viele dabei ihr Leben verlieren, ist das nicht verwunderlich.

Bei den Schwimmkursen von Aix-la-Sports treffen die jugendlichen Flüchtlinge aber auf Trainer und Trainerinnen, die ihnen Zeit geben, die wissen, wie sich die Angst vor dem nassen Element bezwingen lässt. Denn genau da setzen Christine und Rolf Weber mit ihren Konzepten an. In der sechsten Stunde ist von Angst schon kaum mehr etwas zu spüren. Die Jungen recken sich in der kleinen Halle der Elisabethhalle nach dem gelben Gummiball, unternehmen Tauchversuche, einer springt sogar vom Einmeter-Brett – vielleicht aus Freude über das just erschwommene Seepferdchen-Abzeichen.

„In der Regel gibt es Schwimmkurse für Kinder im Grundschulalter oder für Erwachsene. In beiden Gruppen wären die 14- bis 18-Jährigen nicht gut aufgehoben“, meint Weber. Zehn, maximal elf Jungen oder Mädchen sind mit zwei Schwimmtrainern im Wasser, einer passt vom Beckenrand aus auf. Angst überwinden steht bei dem Mädchenkurs noch stärker im Vordergrund. „Während die Jungen doch manchmal Vorkenntnisse mitbringen, ist die Ausbildung der Mädchen in ihren Heimatländern grundsätzlich oft vernachlässigt worden“, sagt Christine Weber. Umso schöner sei es zu sehen, wie die Mädchen wüchsen und Selbstvertrauen durch das Training gewännen. Die kleine Halle der Elisabethhalle bietet einen geschützten Rahmen, den die Jugendlichen immer wieder einzeln, begleitet von einem Trainer verlassen, um zu lernen, sich im öffentlichen Badebetrieb der großen Halle zurechtzufinden. Sozusagen Integrationstraining in Badehose.

Auch deshalb sind die anderen Netzwerk-Partner hoch zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Aix-la-Sports und dem Verein „Nele und Hanns Bittmann“. „Es konnte einfach eine Lücke geschlossen werden. Der Bedarf ist groß“, bestätigt Petra Prömpler, Leiterin des Fachbereichs Sport, auch im Namen der zahlreichen Jugendhilfeträger. „Die wenigen in Einrichtungen lebenden Jugendlichen, die ebenfalls nicht schwimmen können, wollen wir auch in die Kurse integrieren.“

Zwei Vereine, die sich der schnellen und unbürokratischen Hilfe verschrieben haben

Der neu gegründete Verein „Aix-la-Sports“ hat sich der Vermittlung von Schwimmkenntnissen verschrieben. Dabei nehmen die Vereinsmitglieder rund um die schwimmbegeisterte Familie Weber vor allem Menschen in den Blick, die sich mit dem Schwimmenlernen schwerer tun als andere. Das können Kinder, Erwachsene oder auch Jugendliche sein. Neben einer behutsamen Herangehensweise sind die Kurse vor allem deutlich umfangreicher. Weitere Informationen unter aix-la-sports.de.

Der Verein „Nele und Hanns Bittmann“ hilft vor allem Kindern, die durch Tod, Unfall oder Krankheit der Eltern oder durch andere Gründe in finanzielle Not geraten sind. Ziel ist die kurzfristige Versorgung der Grundbedürfnisse sowie die Aufrechterhaltung von Lebensqualität und gesellschaftlicher Teilhabe. Spendenkonto: DE59390601800142142015 (IBAN).

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